Eine kräftige Rinderbrühe aus Knochen, Suppenfleisch und Gemüse ist die Basis für Suppen, Saucen und Eintöpfe – und lässt sich wunderbar auf Vorrat kochen. Das Geheimnis: geröstete Knochen, viel Zeit und nur sanftes Sieden. Hier bekommst du das Rezept mit Mengen, eine Anleitung Schritt für Schritt und Tipps zum Einfrieren und Einkochen.
Auf einen Blick
- Zutaten: ca. 1,5–2 kg Rinderknochen, 500 g Suppenfleisch, Suppengrün, Zwiebel, Gewürze, 3–4 l Wasser
- Kochzeit: 3–5 Stunden sanft sieden, nicht sprudelnd kochen
- Haltbarkeit: Kühlschrank 3–4 Tage, eingefroren mehrere Monate, eingekocht noch länger
Weitere Grundrezepte für den Vorrat findest du in unserem Ratgeber Lebensmittel haltbar machen.
Zutaten für ca. 2,5 Liter Brühe
- 1,5–2 kg Rinderknochen (Mark- und Fleischknochen, gern auch Ochsenschwanz)
- 500 g Suppenfleisch, z. B. Beinscheibe oder Querrippe
- 1 Bund Suppengrün (Karotten, Knollensellerie, Lauch)
- 2 Zwiebeln mit Schale, halbiert
- 2 Lorbeerblätter, 1 TL Pfefferkörner, 3 Wacholderbeeren, 2 Pimentkörner
- einige Stängel Petersilie, Salz
- 3–4 Liter kaltes Wasser
Rinderbrühe kochen – Schritt für Schritt
- Knochen rösten (für dunkle Brühe): Knochen im Backofen bei ca. 200 °C etwa 30–40 Minuten anrösten. Für eine helle Brühe diesen Schritt weglassen.
- Zwiebeln anrösten: Zwiebelhälften mit der Schnittfläche in einer Pfanne ohne Fett dunkel anrösten – das gibt Farbe und Aroma.
- Aufsetzen: Knochen und Fleisch mit kaltem Wasser bedeckt aufsetzen und langsam erhitzen.
- Abschäumen: Den aufsteigenden Schaum in der ersten halben Stunde regelmäßig abschöpfen – so wird die Brühe klar.
- Sanft sieden: Gemüse, Zwiebeln und Gewürze zugeben und die Brühe 3–5 Stunden bei kleiner Hitze sieden lassen. Sie soll nur leicht simmern, nicht sprudelnd kochen, sonst wird sie trüb.
- Passieren: Durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch gießen und erst jetzt mit Salz abschmecken.
- Entfetten: Brühe abkühlen lassen; die erstarrte Fettschicht lässt sich danach einfach abheben.
Haltbar machen: Kühlschrank, Einfrieren, Einkochen
| Methode | So geht’s | Haltbarkeit (ca.) |
|---|---|---|
| Kühlschrank | abgekühlt in sauberen, verschlossenen Gläsern | 3–4 Tage |
| Einfrieren | in gefriergeeigneten Behältern oder Gläsern, 2–3 cm Rand frei lassen | mehrere Monate |
| Einkochen | kochend heiß in sterilisierte Gläser füllen, im Einkochtopf bei 100 °C etwa 90–120 Minuten einkochen | bis zu einem Jahr, dunkel und kühl |
Fleischbrühe ist ein eiweißreiches, säurearmes Lebensmittel – beim Einkochen deshalb besonders sauber arbeiten, die Zeiten einhalten und Gläser mit offenem Deckel oder auffälligem Geruch nicht verwenden. Mehr zum Vorgehen findest du unter Einkochen mit Weckgläsern.
Tipps für eine kräftige, klare Brühe
- Kalt aufsetzen: So lösen sich Eiweiß und Aroma langsam und der Schaum lässt sich gut abschöpfen.
- Erst am Ende salzen: Beim langen Kochen reduziert die Brühe und würde sonst zu salzig.
- Mehr Gelatine: Ochsenschwanz, Markknochen und Knorpel sorgen dafür, dass die Brühe im Kühlschrank leicht geliert.
- Fleisch nutzen: Das gekochte Suppenfleisch passt in Suppen, Salate oder Maultaschen-Füllung.
Eine schnelle Variante ohne Knochen findest du in unserem Rezept für Gemüse- und Fleischbrühe.
Häufige Fragen zur Rinderbrühe
Wie lange muss Rinderbrühe kochen?
Etwa 3–5 Stunden bei kleiner Hitze. Je länger sie sanft siedet, desto kräftiger wird sie.
Warum wird meine Brühe trüb?
Meist, weil sie sprudelnd gekocht oder nicht abgeschäumt wurde. Kalt aufsetzen, Schaum abschöpfen und nur leicht sieden lassen.
Wie lange hält selbstgemachte Rinderbrühe im Kühlschrank?
Gut verschlossen etwa 3–4 Tage. Für längere Lagerung einfrieren oder einkochen.
Kann man Rinderbrühe in Gläsern einfrieren?
Ja, in gefriergeeigneten Gläsern mit 2–3 cm Rand und vollständig abgekühlt – sonst kann das Glas springen.
Weiterlesen: Gemüsebrühe & Co. selbst machen · Einkochen mit Weckgläsern





