Eingelegte Rote Bete aus dem eigenen Glas schmeckt milder und aromatischer als gekaufte – und sie hält monatelang. Das Prinzip: Rote Bete weich kochen, schälen, in einem würzigen Essigsud in Gläser schichten und anschließend einkochen. Hier findest du das komplette Rezept mit Mengen, Zeiten und Tipps.
Auf einen Blick
- Vorkochen: je nach Größe ca. 30–60 Minuten, bis sie weich ist
- Einkochen: ca. 30 Minuten bei 90 °C im Einkochtopf
- Haltbarkeit: dunkel und kühl gelagert ca. 12 Monate, geöffnet im Kühlschrank 1–2 Wochen
Wie du im Topf oder Backofen sicher einkochst, erklärt unser Ratgeber Einkochen & Einmachen.
Zutaten für ca. 4 Gläser à 500 ml
- 2 kg Rote Bete (möglichst gleich große Knollen)
- 500 ml Essig (5 % Säure, z. B. Weißwein- oder Apfelessig)
- 500 ml Wasser
- 150 g Zucker
- 2 TL Salz
- Gewürze nach Wahl: 2 Lorbeerblätter, 1 TL Senfkörner, 4 Nelken, 1 TL Pfefferkörner, optional Zwiebelringe oder Meerrettich
Rote Bete einkochen – Schritt für Schritt
- Vorbereiten: Blätter abdrehen, dabei ca. 2 cm Stiel und die Wurzel dranlassen, damit die Knollen beim Kochen nicht ausbluten. Gründlich waschen.
- Vorkochen: In Wasser je nach Größe 30–60 Minuten garen, bis sich die Knollen leicht einstechen lassen. Abschrecken und schälen – am besten mit Handschuhen.
- Schneiden: In Scheiben, Würfel oder Spalten schneiden; kleine Knollen ganz lassen.
- Sud kochen: Essig, Wasser, Zucker, Salz und Gewürze aufkochen, bis sich Zucker und Salz gelöst haben.
- Einfüllen: Rote Bete in sterilisierte Gläser schichten und mit heißem Sud bedecken; 1–2 cm Rand frei lassen. Ränder sauber wischen und verschließen.
- Einkochen: Gläser im Einkochtopf ca. 30 Minuten bei 90 °C einkochen. Alternativ geht es auch im Backofen.
- Abkühlen: Gläser auf einem Tuch langsam abkühlen lassen und prüfen, ob alle Deckel fest sitzen bzw. Weckgläser geschlossen sind.
Schraubglas oder Weckglas?
Beides funktioniert. Schraubgläser mit Twist-off-Deckel sind günstig und schnell verschlossen – nimm zum Einkochen am besten neue Deckel. Weckgläser zeigen dir am festen Glasdeckel sofort, ob das Vakuum gehalten hat.
Haltbarkeit und Lagerung
Richtig eingekocht hält eingelegte Rote Bete dunkel und kühl etwa ein Jahr. Gläser mit gewölbtem Deckel, Trübung, Bläschen oder ungewohntem Geruch nicht mehr verwenden. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Wochen aufbrauchen; die Rote Bete sollte dabei immer mit Sud bedeckt sein.
Varianten
- Mit Zwiebeln: dünne Zwiebelringe zwischen die Scheiben schichten.
- Mit Meerrettich: ein Stück frischen Meerrettich in Scheiben dazugeben – klassisch zu Fleisch und Fisch.
- Würzig-weihnachtlich: Zimtstange, Sternanis und Piment in den Sud.
- Fermentiert statt eingekocht: ganz ohne Essig – siehe fermentierte Rote Bete mit Vanille & Ingwer.
Was ist drin?
Rote Bete liefert Folsäure, Kalium und Ballaststoffe; ihre rote Farbe stammt von Betalainen. Durch Zucker im Sud ist eingelegte Rote Bete etwas süßer als frisch gekochte – wer mag, reduziert den Zucker auf 80–100 g.
Häufige Fragen zum Rote-Bete-Einkochen
Muss Rote Bete vor dem Einkochen gekocht werden?
Ja. Rote Bete wird zuerst weich gekocht und geschält; das anschließende Einkochen im Sud macht sie haltbar, gart sie aber nicht vollständig.
Wie lange muss Rote Bete einkochen?
Im Essigsud eingelegt ca. 30 Minuten bei 90 °C im Einkochtopf.
Kann ich Rote Bete in Schraubgläsern einkochen?
Ja, mit sauberen, sterilisierten Schraubgläsern und möglichst neuen Twist-off-Deckeln.
Wie lange ist eingekochte Rote Bete haltbar?
Ungeöffnet dunkel und kühl etwa 12 Monate, geöffnet im Kühlschrank 1–2 Wochen.





